Ich bin gegen Mobbing!


Herzlich Willkommen!
Auf dieser Seite bekommst Du alle wichtigen Informationen
und Tipps rund um das Thema Mobbing.

Was ist Mobbing?

Viele sprechen darüber, aber was ist Mobbing eigentlich genau? Ein Streit mit einer anderen Person zählt nicht dazu. Mobbing ist viel mehr. Von Mobbing spricht man, wenn jemand wiederholt oder über eine längere Zeit, vorsätzlich negative Handlungen an einer anderen Person ausübt. 

Was sind genau negative Handlungen? Hier unterscheidet man:


Psychisches Mobbing

  • Opfer nicht beachten
  • mit dem Opfer nicht sprechen
  • Opfer von gemeinsamen Aktivitäten ausschließen
  • Tyrannisieren


Physisches Mobbing

  • Gewalt wird angewendet


Verbales Mobbing

  • Schimpfwörter werden nachgerufen
  • das Opfer wird ins Lächerliche gezogen
  • Drohungen
  • Bloßstellen


Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing ist das Mobbing in der Online-Welt. Die Attacken finden hauptsächlich bei den Social Media Plattformen wie WhatsApp, Instagram, Snapchat, Tellonym & Co statt.

Mobbing gibt es seit tausenden Jahren. Cybermobbing entstand allerdings erst durch die technische Entwicklung. Die Schikanen haben damals oft geendet, wenn die Schule oder die Arbeit vorbei war. Durch Cybermobbing kann man rund um die Uhr tyrannisiert werden.

Das Opfer steht dem Täter nicht gegenüber. Daher fühlt sich dieser noch viel mächtiger und stärker. Falschmeldungen, Bilder oder Videos können binnen Sekunden an eine große Menschenmasse verbreitet werden und einen extrem großen Schaden anrichten. Das "Publikum" ist daher auch unüberschaubar groß. 

Nicht zu wissen, wer genau der Täter ist, ist eine furchtbare Vorstellung. Bei Cybermobbing agieren die Täter nämlich oft anonym. Das sorgt bei dem Opfer für noch mehr Unsicherheit und Angst.

Welche Auswirkungen hat Mobbing?

Mobbing kann schwerwiegende Folgen haben. Das muss jedem bewusst sein! Jeder Mensch reagiert allerdings anders. Die Folgen von Mobbing können auch erst Monate oder sogar erst Jahre später auftreten.

Das sind mögliche Folgen:

  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen, Alpträume
  • Appetitlosigkeit, Essstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Verschlechterung der schulischen Leistungen
  • Soziale Isolation
  • Selbstzweifel
  • Physische Folgen durch Gewalt
  • Angststörungen, Panikattacken
  • Depressionen
  • Selbstmordgedanken
  • Suizid

Warum werden Mobbingopfer zu Täter?

Jedes Mobbingopfer weiß genau, wie schlimm es ist, gemobbt zu werden. Man hat das Leid ja selbst am eigenen Leib erlebt. Und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Opfer zu Täter werden. Wieso ist das so?
Dr. Katharina Tempel vom YouTube Kanal "Glücksdetektiv" hat für diese Frage eine Antwort:

"Es kann unterschiedliche Gründe geben, warum ein Mensch einen anderen mobbt. Möglicherweise versucht er über das herabwertende Verhalten seinen eigenen Selbstwert zu erhöhen. Vielleicht versucht er auch seine eigene Stellung zu sichern, um die Anerkennung und Zuneigung der anderen zu gewinnen. Wenn man sich diese Motive ansieht, dann ist verständlich, dass frühere Opfer von Mobbing auch zu Tätern werden können. Dann ist das Mobbing für sie eine Strategie, um ihre Macht zu sichern, damit sie sich auf keinen Fall wieder auf der anderen Seite wiederfinden. Oder sie tun es, weil sie durch das Mobbing versuchen ihren Selbstwert zu erhöhen, der durch die jahrelange eigene Mobbingvergangenheit stark angegriffen ist."

Die Diplom-Psychologin veröffentlicht jeden Sonntag auf ihrem YouTube Kanal "Glücksdetektiv" ein Video aus den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie. Mehr Infos über Katharina bekommst Du auch unter www.gluecksdetektiv.de

Ich bin gegen Mobbing! - YouTube Projekt

Im Februar 2019 startete ich das Projekt „Ich bin gegen Mobbing!“. Ich wollte schon immer ein Zeichen gegen Mobbing setzen! YouTube ist die perfekte Plattform, um viele Menschen zu erreichen. Mobbing ist nämlich ein Thema, mit dem sich jeder auseinandersetzen muss! Leider wird es in unserer Gesellschaft immer noch sehr verharmlost. Jeder von uns kann zum Mobbingopfer werden. Jeder von uns wird im Laufe seines Lebens mit dem Thema konfrontiert. Die Message ist daher extrem wichtig!

Ich wurde bei dem Projekt von vielen bekannten YouTubern, Influencern, Schauspielern und TV Stars unterstützt.

Bisher sind schon zwei Teile auf meinem YouTube Kanal (Dezulian Film) online. Für 2020 ist ein III. Teil geplant.

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Ich bin gegen Mobbing! | Teil I

Viele YouTuber & Schauspieler machen sich gegen Mobbing stark! Beim I. Teil von „Ich bin gegen Mobbing!“ sind unter anderem folgende YouTuber und Schauspieler dabei: Christian Solmecke, Marmeladenoma, KekseTV, Lea Mirzanli u.v.m.

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Ich bin gegen Mobbing! | Teil II

Mobbing benötigt unbedingt mehr Aufmerksamkeit. Es muss noch viel mehr Aufklärung stattfinden. Beim II. Teil von „Ich bin gegen Mobbing!“ sind großartige YouTuber, Influencer & TV Stars dabei wie: Unge, Rewi, Simon Will, Johannes Luckas, MrWissen2Go Ruth Moschner u.v.m.

Outing & Mobbing

Lea Mirzanli, bekannt aus der Nickelodeon Serie "Spotlight", hat sich vor einiger Zeit öffentlich als lesbisch geoutet. Leider wird Homosexualität und andere Sexualitäten im Jahre 2019 immer noch nicht von allen Menschen akzeptiert. Doch Lea hat überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht. 

"Es kam mal auf Social Media - aber wirklich extrem selten - ein blöder Kommentar. Aber ich hatte damit nie zu kämpfen, dass ich deshalb nicht akzeptiert werde. Ich glaube tatsächlich, dass es auch einfach eine Einstellungssache ist. Mir ist es völlig egal, was andere davon halten. Wenn Du das gegen die Leute ausstrahlst, dann gehen die auch anders damit um. Wenn Du so ein Angriffsfeld bietest, weil Du selbst eingeschüchtert bist oder Angst hast, dann nutzen das die Leute aus, weil Menschen oftmals gemein sind" - so Lea.

"Ich bin gegen Mobbing, weil keiner wegen seinem Aussehen, seiner Sexualität oder seiner Herkunft fertig gemacht werden sollte!"
Lea Mirzanli

„Ich bin gegen Mobbing, weil ich als Rechtsanwalt für Internetrecht täglich mitbekomme, wie schnell das Smartphone zur digitalen Waffe werden kann...“

Christian Solmecke 
Rechtsanwalt & YouTuber

Unter der Rubrik "Hannes fragt nach" gibt es Erfahrungsberichte, Statements & Tipps von TV Stars, Schauspielern, YouTubern & Influencern

Tipps gegen Mobbing

Du wirst gemobbt? Hier habe ich 6 Tipps für Dich!

Du bist perfekt, so wie Du bist!

Warum wirst Du gemobbt? Wegen deinem Aussehen, deiner Sexualität oder deiner Herkunft? Nur weil Du vielleicht etwas anders bist, als die anderen, fällst Du etwas auf. Und das ist doch überhaupt nicht schlimm - im Gegenteil! Sei stolz auf dich und akzeptiere dich so wie Du bist. Du bist genau so perfekt, wie Du bist! 

Reden hilft!

Leider schämen sich viele Leute, die gemobbt werden. Viele ziehen sich zurück oder isolieren sich sogar. Viele fressen ihre Probleme in sich hinein. Das ist aber definitiv der falsche Weg! Spreche mit Menschen darüber, denen Du vertrauen kannst. Denn Reden hilft!

Vertraue dich deiner Familie oder deinen Freunden an. In jeder Schule gibt es zudem Vertrauenslehrer. In Deutschland gibt es auch verschiedene Telefonseelsorgen. 

Anfangs ist es meist etwas schwierig, darüber zu sprechen. Das ist aber völlig normal. Du wirst schnell merken, dass es dir gut tun wird.  

Mobbingtagebuch

Schreibe unbedingt alles auf, was dir passiert. Führe ein so genanntes Mobbingtagebuch. So sammelst Du wichtige Beweise, die Du vielleicht irgendwann mal gebrauchen kannst.

  • Wann ist es passiert: Datum, Uhrzeit, Ort
  • Wer war beteiligt: Aktiv und passiv
  • Was ist genau passiert
  • Wie hast Du darauf reagiert
  • Welche Folgen/ Auswirkungen hatte die Mobbingattacke für dich

Selbstbewusstsein stärken

Ein wichtiger Grundstein ist das Selbstbewusstsein. Die Täter merken sofort, wer schwach ist. Mittlerweile gibt es spezielle Selbstverteidigungskurse. Solch ein Kurs stärkt auf jeden Fall dein Selbstbewusstsein. Sport im Allgemeinen hat einen sehr positiven Effekt.

Blockieren

Christian Solmecke hat es im I. Teil von "Ich bin gegen Mobbing!" auf den Punkt gebracht. Er bezeichnet das Smartphone als "digitale Waffe". Früher war Mobbing meist nach der Schule vorbei. Doch dank Social Media kann man mittlerweile leider 24/7 tyrannisiert werden. Blockiere diese Leute sofort, die dir schaden möchten. Bei den diversen Social Media Plattformen hast Du außerdem die Möglichkeit, die Nachrichten zu melden. Mache davon auf jeden Fall Gebrauch! 

Hol dir professionelle Hilfe

Die persönliche Hemmschwelle ist bei den Meisten leider immer etwas groß. Doch der Gang zum Psychologen ist überhaupt nichts schlimmes - im Gegenteil! Du musst dich dafür auch überhaupt nicht schämen. Ein Psychologe kann dir in dieser schweren Phase nämlich sehr gut helfen!

Seit über 45 Jahren im Einsatz für Kinder

Viele Menschen setzen sich als Deutsches Kinderhilfswerk für die Kinderrechte und gegen Kinderarmut ein.
Ihre Mission: Ein Deutschland, in dem kinderfreundliche Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land herrschen und eine Gesellschaft, in der die Kinder ihre Interessen selbst vertreten.

Das Kinderhilfswerk setzt sich auch aktiv gegen Mobbing ein. Ich habe daher mal bei Sophie nachgefragt.


Sophie, wie engagiert sich das Deutsche Kinderhilfswerk gegen Mobbing?

 

Als Kinderrechtsorganisation setzt sich das Deutsche Kinderhilfswerk für die bessere Umsetzung von Kinderrechten ein, und zwar auch in der digitalen Welt. Medienkompetenz für Kinder eines unserer Kernthemen. Wir machen uns dafür stark, dass Kinder und Jugendliche das Internet sicher, kreativ, kritische und selbstbestimmt nutzen können. 

 

Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert zahlreiche Medienkompetenz-Projekte in ganz Deutschland, darunter auch regelmäßig Präventionsprojekte mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Cybermobbing oder zum Thema Respekt im Netz. 

 

Über die wichtigsten Regeln im Umgang mit dem Handy und Internet informieren unser Handy Guide und unser Internet Guide, die man downloaden oder als Broschüre bestellen kann.

 

Mit unserer Webseite www.kindersache.de bieten wir Kindern einen geschützten Internetraum, in dem sie sich ausprobieren und austauschen können und außerdem ihre Kreativität angeregt wird. Auch hier informieren wir kindgerecht zu Medienthemen und zum Thema Cyber-Mobbing.

 

Wir arbeiten auch eng mit Kitas und Schulen zusammen und unterstützen diese dabei, Kinder im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention als aktive, gleichberechtigte und verantwortliche Mitglieder unserer Gesellschaft zu fördern. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung von Vielfalt, Wertschätzung und Respekt. Außerdem setzen wir uns auch auf politischer Ebene immer wieder mit Nachdruck für die Förderung von Medienkompetenz sowie einen zeitgemäßen und wirksamen Jugendmedienschutz ein, der sich vor allem an den Rechten von Kindern ausrichtet.


Welche Rechte haben Kinder / Jugendliche?

 

Zunächst einmal ist ganz wichtig: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wenn es um (Cyber-)Mobbing geht, dann werden immer auch Menschen-, Grund- und Kinderrechte verletzt. Kinder haben also Rechte, die ihnen über internationales Recht (bspw. UN-Kinderrechtskonvention) oder nationales Recht (bspw. Grundgesetz oder Jugendschutzgesetz) zugesprochen werden. Ein explizites Cybermobbing-Gesetz gibt es in Deutschland allerdings nicht, was aber nicht bedeutet, dass Cybermobbing erlaubt wäre. Cyber-Mobbing kann strafbar sein, denn Beleidung, Bedrohung, üble Nachrede, Verleumdung oder Nötigung sind Straftatbestände. Oft wird dabei auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder das Recht am eigenen Bild verletzt. 

 

Das Recht am eigenen Bild ist im Falle von Cyber-Mobbing zentral. Es gilt für alle Menschen, egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene. Es besagt, dass Bildnisse nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet oder veröffentlicht werden dürfen. Kinder und Jugendliche dürfen also grundsätzlich selbst darüber bestimmen, ob und in welchem Zusammenhang Fotos oder Videos von ihnen verbreitet werden. Das gilt übrigens nicht nur, wenn im Freundes- oder Bekanntenkreis Bildmaterial geteilt wird, sondern auch für die Familie – auch Eltern müssen respektieren, wenn Kinder zu nicht möchten, dass ein Foto von ihnen gepostet wird.

Eure Tipps für Mobbingopfer?

 

Zunächst einmal sollte man versuchen Ruhe zu bewahren, auch wenn es schwer fällt. 

 

  • Ganz wichtig gleich zu Beginn: Screenshots der Beleidigungen oder Fotos machen! So kann man Beweise sichern, falls es zur Anzeige kommen sollte.
  • Nicht antworten, sondern die Person(en) beim Plattformbetreiber melden oder blockieren, damit sie dich nicht mehr kontaktieren kann. Auch Fotos oder Kommentare können der Plattform mit dem Ziel der Löschung gemeldet werden.
  • Unbedingt Hilfe holen! Für Betroffene ist es nahezu unmöglich, sich ganz allein aus der Situation befreien. Statt die Schuld für mögliche Vorkommnisse bei sich zu suchen oder sich zu isolieren, sollte man gemeinsam mit anderen überlegen, welche Schritte eingeleitet werden sollten – zum Beispiel ein Gespräch mit der Schulleitung oder im schlimmsten Fall eine Anzeige bei der Polizei. Nicht selten fällt es Betroffenen schwer, sich in einer solchen Situation an Eltern, Geschwister, Freunde, Lehrkräfte oder Schulsozialpädagog*innen zu wenden. Dann können beispielsweise auch Online-Beratungsstellen helfen, die Betroffenen anonym und kostenfrei weiterhelfen (z.B. www.juuuport.de, www.nummergegenkummer.de, www.jugendnotmail.de)

exclamo - Schülern eine Stimme geben

Drei Berliner Schüler haben die Anti-Mobbing-App "exclamo" entwickelt.

Ein offenes Ohr für alle Anliegen

Die TelefonSeelsorge ist immer da, wenn Du sie brauchst. Es ist völlig egal, um welches Problem es sich handelt!

Telefon: 0800 / 111 0 111  oder  0800 / 111 0 222
Der Anruf ist kostenlos.

Danke!

Vielen Dank an alle, die mich bei meinem Projekt unterstützen!
Es ist wirklich unglaublich, wieviele YouTuber, Influencer & TV Stars
mit mir gemeinsam ein Zeichen setzen!

Einen ganz besonderen Dank geht an:
Dr. Katharina Tempel, Lea Mirzanli, Dagi Bee, 
Sophie vom Deutschen Kinderhilfswerk, Mirko Drotschmann, 
Johannes Luckas, Chris Tall, Christian Solmecke,
exclamo, TelefonSeelsorge